Edo-shigusa_Np_regular

          Dojo-Etikette


          - Lass dein Ego vor der Tür, wenn du eintrittst.
          - Es ist üblich, sich beim Eintreten und Verlassen des Dojos zu verbeugen.
          - Behandle deine Mitschüler mit Respekt, inner- und außerhalb des Dojos.
          - Folge den Dojo-Routinen und hilf beim Aufräumen.
          - Kein Rauchen, Essen, Alkohol im Inneren des Trainingsraums.
          - Keine Straßenschuhe im Trainingsbereich.
           

          Wichtige Regeln:

          - Mitglieder, Schüler und Gäste müssen volljährig sein.
          - Folge den Sicherheitshinweisen der Instruktoren ohne Diskussion oder Wiederrede.
          - Kein Wechseln der aktiven und passiven Rolle während einer Trainingseinheit.
          - Kein Alkohol und Drogen vor und während dem Training.
          - Niemals eine gefesselte Person unbeaufsichtigt lassen.
          - Suspensions werden niemals alleine gemacht.
          - Was im Dojo passiert, bleibt im Dojo. Photos und Videoaufnahmen nur mit Einverständnis aller Beteiligten.
          - Schätze deine Fähigkeiten und die deines Partners richtig ein.
           

          Gesunder Menschenverstand 常識(joushiki)


          Es versteht sich von selbst, dass die Einhaltung der oben genannten Regeln alleine nicht ausreicht, emotionale wie körperliche Probleme komplett zu vermeiden.
          Über allem steht der gesunde Verstand, welchen jeder intelligente Mensch besitzen sollte.

          Verantwortung
          Fesseln wie wir es betreiben ist emotional und körperlich nie 100% sicher, wie jede Extremsportart und jede intensive zwischenmenschliche Beziehung.
          Es ist daher nicht SSC (sicher, vernünftig, einvernehmlich) sondern wenn überhaupt dann RACK (risikobewusste, einvernehmliche „Macke“).
          Fesselszenen können in Einzelfällen aber auch bis in den kritischen Bereich des Metakonsens reichen.

          Fesseln wie wir es betreiben bleibt nie ohne emotionale Folgen für die Fesselpartner und ihre Zukunft. Fesseln ist kein einfaches Spiel und niemals ein Mittel zum Zweck.
          Uns ist bewusst, dass dies nicht überall so gesehen wird. Manche Rigger, wie Models, wählen - aktiv oder passiv - eine andere Auffassung.
          Man könnte allerdings auch vermuten, Manchen fehle das entsprechende Verständnis, die entsprechende Sensibilität,
          auf dieser Ebene zu kommunizieren oder eben – die entsprechende Moral.
           
          Für uns ist Fesseln nur unter folgenden Voraussetzungen verantwortbar:
          - Die Partner kennen sich auch außerhalb der Fesselszene gut und können den Anderen auch in Ausnahmesituationen lesen,
          wo ein Auffangen nötig ist.
          - Sie besitzen die notwendige tiefe Bindung und sind in einer zukunftsorientierten Beziehung oder zukunftsorientierten Freundschaft.
          Eine solche existiert im Normalfall nur mit einem oder sehr wenigen Menschen.
          - Der aktive (aber auch passive) Part ist bereit, Verantwortung für seinen Partner und dessen Zukunft zu übernehmen, aber auch
          geistig und emotional fähig dazu.
          - Beide Partner sind körperlich in guter Verfassung und geistig gesund.Beide Partner stehen weder unter Drogen-, Medikamenteneinfluss
          noch außergewöhnlicher psychischer Belastung.
          - Der aktive Partner besitzt vollständiges Wissen über alle relevanten medizinisch-körperlichen und emotionalen Besonderheiten des Passiven.
          - Der aktive Partner hat gute Kenntnis über die Physiologie des Körpers, mögliche Gefahren und medizinische Hilfemaßnahmen.
          - Beide Partner sind sich bewusst, dass Notfälle und Unfälle körperlicher und innerlicher Art selbst bei idealer Technik nur eine Frage der Zeit sind.
          - Beide Partner sind sich bewusst, dass unerwartet extreme Gefühle zu Tage treten, oder vergangene, teils vergessene Situationen als innere Realität
          erneut erlebt werden können. Fesseln kann bei manchen Menschen die tiefsten Ängste und innigsten Wünsche ansprechen und erleben lassen.
          Wer nicht bereit ist, dies potentiell mit seinem Partner zu teilen, sollte Abstand von intensiverer Fesselung nehmen oder sich einer entsprechend
          anders orientierten Schule anschließen.
          - Wichtig ist auch, zu verstehen, dass die vorher getroffenen Absprachen zwischen den Beteiligten während der Fesselung und der damit verbundenen
           Bewusstseinsveränderungen nicht abgeändert werden dürfen, da in einer solchen Situation nicht von unverfälschtem, freien Willen ausgegangen werden
           kann und der Passive nicht in der Lage sein könnte, Entscheidungen für sich selbst zu treffen.